Geschichte

Eigentümer des Hauses Am Bassin 10

Der Eigentümer des Hauses Nr. 10 ist der Frauenarzt Dr. med. Hermann A. Kremer aus Haltern in Westfalen. Bei seiner Beschäftigung mit der Geschichte Brandenburgs und Preußens weckte der Baumeister und Ingenieur Carl Christian von Gontard zunehmend sein Interesse, zumal sich die Gelegenheit ergab, am Bassinplatz in Potsdam ein Haus des Baumeisters zu erwerben. Im Verzeichnis der Kriegsschäden von 1946 erhielt dieses Haus die Einstufung in die Kategorie I, d. h. es ist erhalten geblieben bzw. nur wenig beschädigt worden (Bohle-Heintzenberg).

Am Bassin 10

Baugeschichte des Wohnhauses Am Bassin 10

Bei dem Haus Am Bassin 10 handelt es sich um eine fünfachsige Fassade. Die Aufzeichnungen zu dem Haus belegen, dass im Jahr 1892 der Schlachtermeister Carl Stünz die Erlaubnis erhielt, im Hintergebäude des Hauses ein Schlachthaus einzurichten. Ein Jahr später, 1893, ermöglichte der Eigentümer eine Durchfahrt durch die Mittelachse des Hauses. Dazu war im Flurbereich die Entfernung der Treppe notwendig. Aufzeichnungen über die erhaltene Genehmigung sind noch heute einsehbar (Bohle-Heintzenberg). 1894 wurde das Haus an die Kanalisation angeschlossen. Für die beiden Schaufenster und Geschäftseingänge liegen genehmigte Anträge aus dem Jahr 1942 vor.

Die Tafel über der Toreinfahrt des Hauses (Im Kulturportal Brandenburg der Märkischen Allgemeinen) weist auf die Geschichte des Hauses hin. Demnach hat sich der Komponist Wolfgang Amadeus Mozart im Frühjahr 1789 (zwei Jahre vor seinem Tod) von Wien in den Norden nach Potsdam zum preußischen König Friedrich Wilhelm II begeben; ein Brief an seine Frau Constanze belegen diese Fahrt. Da Mozart sich in finanziellen Nöten befand hoffte er, beim Preußenkönig eine Anstellung zu bekommen. Ihm war bekannt, dass Friedrich der Große selbst ein guter Cello-Spieler war. Auch war Mozart zu Ohren gekommen, dass der König den Komponisten häufiger lobend erwähnt hatte. Fest steht, dass Mozart daraufhin den Auftrag erhielt, für die Prinzessin Friederike von Preußen sechs leichte Klaviersonaten zu komponieren. Von diesen entstand allerdings nur eine, warum ist nicht bekannt. Es ist seine letzte klaviersonate aus dem Juli 1789 in D-Dur, Köchelverzeichnis 576.

IMG_5507 kl Am Bassin Visualisierung hell 038 Am Bassin 10 016 Das südliche Zimmerbass 10 EHRT 032 An Schleifen hängendes Medaillon

„…..Auf diesem Platz, das spüre ich jetzt, ist wenig natürlich und selbstverständlich gewachsen. Vieles erscheint künstlich. Ich spüre hier, wie oft in Brandenburg, diesen starken Willen, sich selbst, den Bewohnern und dem Land etwas abzuringen. Unter großer Anstrengung und gegen Widerstände. Den Willen, sich und seine Umwelt zu bilden und zu kultivieren. Wobei sich dann unbemerkt, neben dem Nützlichen und Zweckmäßigen auch Anmut und Leichtigkeit einstellen können…
Eben ‚…Utile cum dulci…‘ „