Türen & Fenster

Allgemeines zu den Innentüren der Wohnhäuser Am Bassin

Die meisten Häuser Am Bassin verfügen noch über die Innentüren aus der Erbauungszeit. Allerdings wurden viele Türblätter im 19. oder 20. Jahrhundert ersetzt, die Türbekleidung dagegen beibehalten. Die profilierten Bekleidungen sind als barock zu erkennen und unterscheiden sich deutlich von den späteren Formen.

Die Türblätter zeigen die für schlichte Bürgerhäuser typische Aufteilung mit zwei Füllungsfeldern, von denen das untere fast quadratisch, das obere dagegen länglich ist. Die Innentüren besitzen vielfach noch Beschläge aus der Erbauungszeit, barocke Türschilder und Kastenschlösser dagegen sehr selten.

Die Haustür des Wohnhauses Am Bassin No.3

Eingangstür zum Haus Am Bassin 3
Eingangstür zum Haus Am Bassin 3

Das Haus wird durch eine schwere, zweiflügelige Eingangstür aus Eisen betreten. Die Türflügel weisen im unteren Drittel geschlossene Füllungsfelder auf, die nach außen durch reiche, aufgesetzte Ornamente mit pflanzlichen Motiven dekoriert sind.
Schmiedeeiserne Gitter sichern die Glasflächen und das verglaste Oberlicht. Sie sind im Rokoko-Stil in Form von Ranken gestaltet.

Die Innentüren des Wohnhauses Am Bassin No. 3

Wie in der Erbauungszeit üblich, wurden für die Innentüren des Hauses Nr.3 Blockzargenkonstruktionen verwendet. Die originalen Bekleidungen aus der Erbauungszeit sind weitgehend vorhanden. Viele der barocken Türblätter wurden im 19. Jahrhundert, einiger auch erst im 20. Jahrhundert ersetzt. Einige der Innentüren, vor allem im Flurbereich des ersten Obergeschosses, erhielten im 19. Jahrhundert ein zweites Türblatt, da sie als Zugangstüren für die neu entstandenen separaten Wohneinheiten dienten. Die Keller- und Bodentüren sind noch originaler Bestand des Hauses. Die Kellertür ist eine eine einfache Brettertür, die noch ihre originalen Beschläge aufweist.

Bis auf wenige Ausnahmen stammen die Türbekleidungen aus der spätbarocken Erbauungszeit (1783). Spätbarocke Türblätter finden sich in allen drei Geschossen, einschließlich des Dachgeschosses (Bohle-Heintzenberg, 2002, Jamme 2002). Außer den Beschlägen besitzen die Türen keinen weiteren Dekor. An einigen wenigen Türen lassen sich noch originale Beschläge ausmachen, so an der zum Keller und der zur Giebelstube. Dies sind Orte, die bei Restaurierungsmaßnahmen oft vernachlässigt oder einfach vergessen wurden.

Die Kellertür besitzt noch die originalen Langbänder mit den dazugehörigen Stützkolben sowie das barocke Schlüsselschild aus geschnittenem Eisenblech. Die Tür der Giebelstube besitzt sogar noch das barocke Kastenschloss mit der originalen Türklinke.

Allgemeines zu den Fenstern der Wohnhäuser Am Bassin

Bei den Fenstern der Häuser Am Bassin handelte es sich ursprünglich um die typischen barocken Kreuzstockfenster. Bei den meisten Häusern wurden diese Ende des 19. Jahrhunderts durch Kastendoppelfenster mit hochliegendem Kämpfer ersetzt. Die barocken Fenster befinden sich am ehesten noch in den Obergeschossen und an der Hofseite, sie besitzen meistens auch noch die originalen Beschläge, wie Winkelbänder und Reiber. Bei den Restaurierungen in jüngster Zeit wurden die gründerzeitlichen Kastendoppelfenster vielfach durch Kreuzstock-Nachbauten ersetzt.

Die Fenster im Haus Am Bassin No.3

Die originalen Kreuzstockfenster des Hauses wurden wahrscheinlich um 1900 in allen Geschossen durch Kastendoppelfenster ersetzt. Diese Fenster zeichnen sich durch vierflügelige hochrechteckige Fensterelemente und einen hoch liegenden Kämpfer aus. Sie besitzen keine Sprossenunterteilung. Die Fenstergriffe (Oliven) aus Holz und Messing weisen typische gründerzeitliche Formen auf. Sie sind sparsam im Dekor und unterscheiden sich in von Geschoss zu Geschoss (Bohle-Heintzenberg, 2002, Jamme 2002).